Eichenholz: Alles über die Eiche und ihre Nutzung

 
06.09.2017

Eichenholz ist eines der vielseitigsten Hölzer, das sich in der Natur finden lässt. Nicht nur optisch unterscheidet sich die Eiche, die wahlweise in hellen oder dunkleren Nuancierungen verfügbar ist, auch die Einsatzgebiete des robusten Holzes variieren stark.

Insbesondere in der Möbelindustrie konnte sich das Eichenholz einen Namen machen und gilt mittlerweile als äußerst robustes und haltbares Holz mit hohem Wiedererkennungswert, das sich durch Schönheit und eine klassische Eleganz auszeichnet.

Um die Beliebtheit der Eiche besser nachvollziehen zu können, macht es allerdings Sinn, sich mit ihren besonderen Holzeigenschaften auseinanderzusetzen und die Einsatzbereiche des Eichenholzes näher zu beleuchten.

Eichenmöbel

Qualitätsmöbel und mehr

Die Eiche ist ein Baum, der zur Familie der Buche zuzuordnen ist, sich in bis zu 600 unterschiedliche Gattungen unterteilt und sich in ganz Europa finden lässt. Der Baum lässt sich leicht aufgrund des beeindruckenden massigen Stamms erkennen, der mitunter über eine Breite von bis zu 3 Metern verfügt. Auch die dicht bewachsene Baumkrone schindet Eindruck, obwohl die Eiche alles andere als ein hochgewachsener Baum ist. Im Gegenteil - eine Höhe von 25 Meter zählt zum Standard, was für eine eher durchschnittliche Größe im Vergleich zu anderen Baumarten spricht.

Allein aufgrund des massigen Stamms bietet sich der Eichenbaum als ideale Bezugsquelle für Holzmöbel an. Das machte Eichenholz daher zu einem beliebten Material, um große, schwere und robuste Möbel anzufertigen. Denn die Schwere und Robustheit des Holzmaterials sind nur wenige von zahlreichen positiven Kriterien, die das Material erfüllt.

Die Möbel, die aus Eichenholz angefertigt werden, zeichnen sich durch ihre hohen Qualitätsmerkmale aus, allerdings müssen moderne Eichenmöbel darum nicht unbedingt schwer oder besonders massig ausfallen. Zeitgemäße Designer in der Möbelindustrie wissen, wie man Eichenholz modern interpretiert, um die Möbel auch für die jüngere Generation interessant zu machen.

Daher gilt Eichenholz auch als ein echter zeitloser Klassiker, der sich bereit vor vielen Jahren in der Stube der Großmutter finden ließ, aber auch bei der jüngeren Generation der Familie in der Gegenwart großen Anklang findet.

Eichenholz – Unterschiede und Besonderheiten

Eichenholz lässt sich in unterschiedliche Varianten unterteilen. Entscheidend ist, welche Qualität das Holzmaterial aufweist, die oft davon abhängt, wieviele Jahre der Baum in der freien Natur wachsen konnte.

Insbesondere Bäume, die über lange Zeit langsam wachsen konnten, liefern Holz, das sich durch die höchste Qualität auszeichnet. Jung gefällte Bäume hingegen liefern ein Holzmaterial mit grober Struktur, das oft den hohen Anforderungen - beispielsweise in der Möbelindustrie - nicht erfüllen kann. Grundsätzlich lässt sich Eichenholz somit in eher „mildes“ Eichenholz und hartes Eichenholz unterteilen.

Das milde Eichenholz wird von älteren Bäumen geliefert, die gleichmäßig über viele Jahre wachsen durften und daher ein sehr feines Holzmaterial liefern, das ideal zur Weiterverarbeitung geeignet ist. Es weist eine oftmals helle Farbe und eine gleichmäßige Maserung auf.

Ganz im Gegenteil zum groben harten Eichenholz, das über breite Jahrringe verfügt und sich aufgrund der Materialbeschaffenheit nicht wirklich optimal von Hand oder mit der Maschine bearbeiten lässt. Daher findet es vorrangig als Holz Verwendung, das gezielt verbaut wird.

Verständlicherweise ist daher insbesondere das hochwertige milde Eichenholz äußerst begehrt und kommt vorrangig in der Möbelindustrie zum Einsatz. Die Gründe dafür sind sehr vielseitig und unter anderem auf das Verhalten des Holzmaterials bei der Weiterverarbeitung oder auch auf dessen Belastbarkeit zurückzuführen.

So verfügt Eichenholz zum Beispiel über eine attraktive mittlere Rohdichte von 0,71 Gramm pro cm³. Ein Wert, mit dem nur wenige Holzarten punkten können. Diese Rohdichte sorgt dafür, dass das Holz schwer und hart ist und somit eine hohe Festigkeit und geringe Abnutzungserscheinungen aufweist.

Weiterhin wartet das Holz mit einem sehr geringen Quellverhalten auf, kommt es mit Feuchtigkeit oder Nässe in Berührung. Das führt dazu, dass das Holz auch bei Nässe über eine hohe Festigkeit und Haltbarkeit verfügt. Das unterstreicht zusätzlich die Beständigkeit des Materials und die Möglichkeit, Möbel aus Eichenholz auch unterschiedlichen Witterungen aussetzen zu können, ohne dass das Material leidet.

Zusätzlich findet die Möbelindustrie Gefallen an den Bearbeitungsmöglichkeiten, die das Eichenholz in Aussicht stellt. Durch unterschiedliche Beizvorgänge ist es möglich, Holz-Varianten mit unterschiedlichen Schattierungen anzufertigen und so individuelle Einrichtungs-Designs zu erschaffen.

Die unterschiedliche Verwendung von Eichenholz

In der Möbelindustrie ist die Eiche mittlerweile eine feste Größe. Die individuellen Eigenschaften machen das Holz zu einem optimalen Material, um hochwertige und individuell anpassbare Möbel zu fertigen.

Es gibt aber auch noch viele weitere Einsatzbereiche, die von der Beschaffenheit des Holzes profitieren:

Garten- und Landschaftsbau

Im Außenbereich profitiert man von den geringen Quelleigenschaften des Holzes bei Feuchtigkeit. Daher kommt das Eichenholz zum Beispiel bei der Anfertigung vo Zäunen oder Terrassen zum Einsatz. Auch im Wasserbau hat sich Eichenholz bewährt.

Tischlereien

Das massive Holz ist ebenfalls eine willkommene Alternative, um Türen oder auch Böden anzufertigen. Hier rentiert sich die geringe Abnutzung des Materials.

Nasszellenbereich

Bei Duschen oder auch Saunen wird oft auf Eichenholz zurückgegriffen, vorausgesetzt eine Ausstattung mit Holzmaterial ist erwünscht. Auch hier erweist sich die Eiche hier als ideales Material, da es sich auch bei hoher Feuchtigkeit nur bedingt ausdehnt und über eine lange Haltbarkeit verfügt.

Brennholz

Eiche ist nicht nur ein robustes Holz, es verfügt gleichzeitig auch noch über gute Brenneigenschaften. Weniger hochwertige Verschnitte werden daher mitunter gerne als Brennholz verwendet, da man damit hervorragende Heizwerte erzielen kann.

Kunsthandwerk

Auch Künstler profitieren von der Beschaffenheit vom Eichenholz. Die Eiche ist dazu prädestiniert, weitervearbeitet zu werden und lässt sich auch farblich beliebig anpassen.

Weinlagerung

Selbst im Rahmen der Weinreifung kommt die Eiche zum Einsatz. Das gilt für Fässer, die aus dem hochwertigen Holz angefertigt wurden. Denn im Eichenholz befinden sich spezielle Aromastoffe, die einen entscheidenden Beitrag bei der perfekten Weinreifung leisten und so für ein besseres Aroma sorgen.

Fazit

Die Eiche ist ein Baum, den man in ganz Europa antrifft und der sich durch ein massives und äußerst robustes Holz auszeichnet. Das macht das Material beliebt innerhalb der Möbelindustrie, gleichzeitig lässt sich das hochwertige Eichenholz aber auf denkbar vielseitige Art und Weise weiterverarbeiten. Kein Wunder, dass dieser heimische Baum sich so großer Belebtheit erfreut. 

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